Montag, 10. Juli 2017

Tag 24: Der Bergpirat muß zurück auf's Schiff

Nach einer kurzen Nacht heißt es nun, alles wieder zusammensuchen, nichts vergessen und alles irgendwie rein in den Rucksack, Iso-Matte hinten ran und die Bergstiefel - denn bei der Hitze nutze ich lieber noch die Hüttenschlappen für die Reise.


Die Bodenkontrolle transferiert mich bis Nürnberg Hauptbahnhof, dann heißt es Abschied nehmen.


Über München (wo meine Iso-Matte auf der Strecke, also besser gesagt, (unbeabsichtigt) im Zug bleibt) geht es nach einem Wechsel in einen EC-Bummelzug bis Bischofshofen und dort in den IC gen Graz, der mich bis Stainach-Irdning bringt.
Wie sich herausstellen sollte, hätte ich dort fast noch Volker die Klinke in die Hand geben können, da er gerade mal 1,5 Stunden vorher dort in den Zug nach Graz gestiegen war.

Nachdem in Schladming zuvor schon mal die Welt unterzugehen schien (schwarze Wolken + Starkregen) und auch hier bereits die Wolkenberge sich auftürmen, heißt es, möglichst schnell zur Unterkunft zu kommen.

Keine Minute zu früh treffe ich dort ein, denn hinter mir beginnt der Regen und das erste Gewitter folgt auf dem Fuße.

Meine Waden brennen. Schlappen sind wahrlich keine wirkliche Alternative zum Laufen, so werden einem die Bergstiefel schon wieder lieber.

Die ganze Nacht durch wird es immer wieder regnen und gewittern.

Nachdem das Hotel Ruhetag hat, ich bei diesem Wetter nicht wirklich nochmal raus will, futtere ich eben fast meinen ganzen neuen Frischproviant weg - man muß zuweilen eben Prioritäten setzen :-)

Daniel hatte mich beim Abitreffen als Bergpirat bezeichnet - sicherlich eine ganz treffende Bezeichnung (und zu diesem Zeitpunkt hatte er mich noch gar nicht mit meinem Piratentuch am Kopf gesehen), auch wenn heute Morgen noch die Haare unten und oben am Kopf auf 0 bzw. 3 Millimeter gestutzt worden waren, doch so viel Wasser hätte es gar nicht gebraucht, denn schließlich will ich ja nur im übertragenen Sinne wieder an Bord des 02ers, um meinen Weg gen Westen fortzusetzen.


1 Kommentar:

  1. Unsere Fenster, wo wir uns treffen können, sind für diesen Sommer bereits sehr klein. Eine Möglichkeit sehe ich noch bei meiner Rückreise am 6. August. Mal schauen, wo du dich da dann gerade rumtreibst. Guten Weg!
    P. S. Frank hat heute die letzte Variable eingesammelt und auch Martina getroffen.

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